Einblick

Wie wir mit Schuldnern sprechen

Konsequent in der Sache, fair im Ton. Was das im Alltag bedeutet, vom ersten Schreiben bis zum Telefonat.

Warum der Ton über den Erfolg entscheidet

Hinter fast jeder offenen Rechnung steht ein Mensch oder ein Unternehmen mit einer Geschichte. Manche haben die Rechnung schlicht vergessen, manche sind unzufrieden mit der Leistung, manche stecken in echten Schwierigkeiten und nur wenige wollen gar nicht zahlen. Wer alle gleich behandelt, verliert Zeit und Geld. Wer zuhört, findet schneller heraus, welcher Weg zur Zahlung führt.

Das erste Schreiben

Unsere Zahlungsaufforderung ist sachlich und verständlich. Sie nennt den Gläubiger, den Grund der Forderung, die einzelnen Beträge und eine klare Frist. Dazu gehören immer eine Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse, unter denen wir tatsächlich erreichbar sind. Drohkulissen, Fettdruck in Rot und erfundene Konsequenzen gibt es bei uns nicht.

Das Telefonat

Reagiert der Schuldner nicht, rufen wir an. Wir stellen uns mit Namen vor, nennen Aktenzeichen und Gläubiger und fragen zuerst, ob unser Schreiben angekommen ist. Dann hören wir zu. Oft erfahren wir in den ersten zwei Minuten mehr als aus der gesamten Akte, etwa dass eine Reklamation offen ist oder dass sich die Lage des Schuldners verändert hat.

Am Ende des Gesprächs steht ein konkretes Ergebnis, etwa ein Zahlungstermin, eine Ratenzahlung oder die Zusage, einen Einwand zu prüfen. Jede Vereinbarung bestätigen wir schriftlich.

Was wir nicht tun

Wir rufen nicht zu unangemessenen Zeiten an und nicht wiederholt am selben Tag. Wir kontaktieren keine Nachbarn, Kollegen oder Familienangehörigen, um Druck aufzubauen. Wir drohen nicht mit Maßnahmen, die wir nicht ergreifen dürfen oder wollen, und wir verlangen keine Kosten ohne gesetzliche Grundlage.

Wenn der Schuldner widerspricht

Einen Einwand nehmen wir auf und klären ihn mit dem Gläubiger, statt einfach weiter zu mahnen. Ist der Einwand berechtigt, sagen wir das auch. Ist er es nicht, erklären wir dem Schuldner, warum die Forderung besteht und welche Folgen ein gerichtliches Verfahren für ihn hätte.

Wenn der Schuldner nicht zahlen kann

Wer wirklich nicht zahlen kann, bekommt von uns einen realistischen Vorschlag. Das kann eine kleine Rate sein oder eine Pause mit späterer Überprüfung. Bei Überschuldung verweisen wir auf anerkannte Schuldnerberatungsstellen. Für den Gläubiger ist eine verlässliche kleine Rate fast immer mehr wert als ein Titel, aus dem nichts zu holen ist.

Was das für Sie als Gläubiger bedeutet

Ein fairer Ton ist kein Zeichen von Nachsicht. Er sorgt dafür, dass Schuldner reagieren, statt Briefe ungeöffnet liegen zu lassen. Und wo eine Kundenbeziehung erhaltenswert ist, bleibt sie erhalten.

Stand Oktober 2026.

Inkasso mit Haltung

Übergeben Sie Ihre Forderung an einen Dienstleister, der konsequent und respektvoll arbeitet.